Texte von Susanne

 

 

 

Alles für dich!

Das Wehen der Luft,
das Rieseln des Wassers,
das Wachsen des Getreides,
das Wogen des Meeres,
das Grünen der Erde,
das Schimmern der Gestirne,
das Schlagen eines Herzens
für Dich!

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Strand

Blaugrünes, schwappendes Salzwasser
das am Strand ausläuft und braune
Algenrückstände auf dem Felsen hinterlässt.

Ultramarinblauer Himmel
über mir an dem träge Schäfchenwolken hängen
die gemächlich ihrer Wege ziehen.

Gelborange Lichtblitze hinter meinen
geschlossenen Lidern, die sich höchstens
blinzelnd öffnen – zu schauen ob du
noch neben mir liegst.

Beigebraune, runde Sandkörner
unter den Füßen und zwischen den Zehen
die sich hartnäckig halten.

Türkisblauer Kälteschock wenn sich der Kopf
unter Wasser befindet.
Staunende Blicke in die unbekannte
nasse Welt.
Nach unten abtauchend nur noch behindert
vom eigenen Unvermögen die Luft
lange anzuhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

beim Malen fand ich dich

aus der Tiefe an das Licht
doch vergiss die Farbe nicht
grün war heute im Kurs dran
der Baum bekam einen Stamm
in der Mitte wuchs ein Gesicht
drum vergiss die Farbe nicht
das Gesicht der Mitte ist meins
die Frau und das Kind
sind nicht länger im Spind
die Arme nach oben gereckt
nicht länger meine eigene Mitte versteckt
nach oben
nach oben hinein ins Licht
doch vergiss die Farbe nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ermutigung

Wenn du am Boden bleibst
siehst Du Dich nie.
Vertraue Dir also
putz´ Dein Gefieder.
Blicke auf
breite Deine Schwingen aus.
Du kannst fliegen
wenn Du es nur willst.
Frag´ die vorüberziehende
Wolke – wohin ziehst Du?
Sie weiß es genauso wenig
wie Du.
Du musst es auch nicht wissen
sei einfach Du selbst –
Das ist das Einzige und
darin liegt Deine Wahrheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz im Ich

Ich bin ganz ich selbst.
Durch mein Handeln erschaffe ich Gefühle.
Empfindungen
und Farben wie die Malerin
wie die Schöpferin des Universums.
In mir selbst liegt der Ort
der größten Liebe
es gibt keinen anderen Ort um zu lieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sommer

Im Spiel der Farben
mitten im Sommer
haben wir die Tage
und Nächte geteilt.
Die Hitze des Tages auf der Haut
den Wind in unseren Haaren.
Die erfrischende Kühle des Wassers
Salzkristalle auf der Haut
die wir ablecken können.
Den heißen Espresso an der Strand Bar.
Die Klänge aus der Juke Box im Ohr.
Das dritte Eishörnchen am Abend.

Jetzt fühle ich den Herbst
mit seinen grauen Farbtönen
der Regen mit sich bringt.
Du bist fortgegangen aus meinem Sommer
eiskalter Herbst mir graut vor dir.

Steingrau, mausgrau, schiefergrau, anthrazitgrau, blaugrau.

Blau ist deine Lieblingsfarbe
und ich suche das Orange der
wieder aufgehenden Sonne.

 

 

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